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Erster E-Bus im hessischen Nahverkehr

Der erste batterieelektrische Linienbus im hessischen Nahverkehr fährt in Fulda auf der intensiv genutzten Linie 6 zwischen dem Busbahnhof am Stadtschloss und der Hochschule Fulda
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Die RhönEnergie setzt seit dem 8. Oktober 2018 den ersten Elektrobus in Fulda ein.

Das Land Hessen hat die Anschaffung mit 228.000 Euro unterstützt. Das entsprechende Förderprogramm ist mit jährlich 5 Mio. Euro ausgestattet und übernimmt 40 Prozent der Mehrkosten gegenüber einem herkömmlichen Fahrzeug. Zudem deckt es 40 Prozent der Investitionskosten für Ladeinfrastruktur.

"Klimagerechte und leistungsfähige Mobilität der Zukunft"

„Die Energiewende beim Strom läuft, nun müssen wir auch die Verkehrswende anpacken“, sagte Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir. „Hessen hat den Anspruch, Vorreiter auf dem Weg in die gleichzeitig klimagerechte und leistungsfähige Mobilität der Zukunft zu sein. Unter anderem haben wir als erstes Bundesland ein Förderprogramm für Elektrobusse aufgelegt, für das wir jährlich 5 Mio. Euro bereitstellen. E-Busse sind gut für die Luftqualität und – wenn der Strom aus erneuerbaren Quellen kommt – auch gut fürs Klima.“ Der Minister dankte der RöhnEnergie Fulda für ihr Engagement. „Wir brauchen solche Projekte. Ich bin sicher, dass andere Kommunen sehr aufmerksam beobachten werden, wie sich das Fahrzeug im Alltagseinsatz bewährt.“ 

„Als zukunftsgerichteter Energieversorger stehen wir dem Thema Elektromobilität sehr offen gegenüber – nicht nur indem wir Lade-Infrastruktur aufbauen, sondern nun auch wegbereitend im ÖPNV“, sagte Martin Heun, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Fulda GmbH. „Als das Land Hessen 2017 die Möglichkeit einer Förderung anbot, haben wir das sofort als Chance erkannt. Denn ein E-Bus ist etwa doppelt so teuer wie ein herkömmlicher Dieselbus. Wir danken Staatsminister Al-Wazir als Vertreter der Landesregierung für die Unterstützung."

Bis zu 400 Kilometer Reichweite

Das mit Antriebsbatterien aus Lithium-Eisenphosphat-Zellen ausgestattete Fahrzeug des Herstellers Sileo (Salzgitter) hat einen hohen elektrischen Wirkungsgrad, verfügt über 110 Plätze (davon 44 Sitzplätze) und kommt auf eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern – mehr als genug für innerstädtische Kurzstrecken. Es fährt mit Ökostrom.

Hochschulpräsident Prof. Karim Khakzar wies darauf hin, dass die Hochschule Fulda die Elektromobilität in Forschung und Lehre vielfach thematisiert: „Für die Hochschule ist der neue E-Bus in mehrerer Hinsicht ein großer Gewinn. Er verbessert die unmittelbare Verbindung zwischen Stadtmitte und Campus. Darüber hinaus setzt er ein Zeichen für innovative und umweltfreundliche Mobilitätskonzepte. Schließlich begleitet die Hochschule das Projekt E-Bus der RhönEnergie Fulda über ein Forschungsprojekt und nutzt die gewonnenen Erkenntnisse in der Lehre.“  

Zwischen Stadtschloss und Hochschule im Einsatz

Als großen Tag für die Stadt bezeichnete auch Bürgermeister Dag Wehner das Pilotprojekt zur Elektrifizierung des ÖPNV in der Stadtregion: „Dass der hessenweit erste E-Bus in Fulda eingesetzt wird, freut uns sehr. Wir danken der RhönEnergie Fulda für ihre Initiative und dem Wirtschafts- und Verkehrsministerium für die großzügige Förderung. Aus unserer Sicht passt es sehr gut, dass die RhönEnergie mit diesem Bus zwischen dem Stadtschloss und der Hochschule verkehrt. Denn sowohl die Stadt, als auch unser Energieversorger und unsere Hochschule sind innovationsfreudig und entwickeln sich dynamisch. Die Stadt als Ganzes profitiert davon."

„Die Hessische Landesregierung sieht in der E-Mobilität große Chancen im Hinblick auf Umweltschutz und Lebensqualität, vor allem im innerstädtischen Bereich“, sagte Minister Tarek Al-Wazir. „Deshalb hat sich die Landesregierung sehr früh dazu entschieden, die Anschaffung von Elektrobussen für den Alltagseinsatz im Öffentlichen Personennahverkehr auch finanziell zu fördern.“ Daher freut sich Al-Wazir, der RhönEnergie den ersten Förderbescheid übergeben zu können.

Thomas Lang, der Geschäftsführer der RhönEnergie Bus GmbH, berichtet: „Wir haben Ende Januar 2017 bei der HessenAgentur GmbH über das Hessen Modellprojekt E-Busförderung einen Förderantrag gestellt und im April 2017 die Zusage für eine Zuwendung in Höhe von 228.000 Euro erhalten.“

Dabei sind Elektrobusse heutzutage noch echte Raritäten. Bisher werden derartige Fahrzeuge nur in Kleinserien gefertigt. Entsprechend höher ist der Anschaffungspreis: Ein konventioneller Dieselbus kostet knapp 300.000 Euro, ein Elektrobus rund 700.000 Euro.

Die erheblichen Mehrkosten werden durch die Fördermittel des Landes Hessen zum Teil aufgefangen. Es sei wichtig, trotzdem den ersten Schritt zu wagen. Schließlich versprechen sich die Verantwortlichen durch das Projekt eine Signalwirkung für die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs. Je mehr konventionelle Busse durch Elektrobusse ersetzt werden, desto eher werden die Anschaffungskosten sinken, so Wirtschafts- und Verkehrsminister Al-Wazir.

Der Minister betonte: „Hessen ist damit das erste Bundesland mit einer E-Bus-Förderung für Busse im Alltagsverkehr. Wir brauchen Projekte wie das der RhönEnergie Bus GmbH, um die E-Busse schneller am Markt zu etablieren. Der Elektrobus ist ein sehr guter Weg, das städtische Klima zu entlasten: Keine lokalen Verbrennungs- und Geräuschemissionen bei hoher Leistungsfähigkeit. Ich bin sehr gespannt, wie sich die E-Busse im Alltagseinsatz bewähren.“

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