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Erste Brückenhälfte freigegeben

Seit Montag rollt der Verkehr über die erste Hälfte der neuen Schiersteiner Brücke
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Nach der Verkehrsfreigabe der ersten Hälfte der neuen Schiersteiner Brücke kündigten der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Rainer Bomba, der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir und der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Dr. Volker Wissing am Dienstag die zügige Fortführung der Baumaßnahmen an. Als nächstes erfolgt der Abbruch der alten Brücke, an deren Stelle die zweite Brückenhälfte entstehen wird. 2021 soll voraussichtlich der Verkehr sechsspurig über die neue Schiersteiner Brücke rollen.

"Wichtige Verkehrsader im Rhein-Main-Gebiet"

„Mit der neuen Rheinbrücke schaffen wir eine leistungsfähige Verkehrsverbindung zwischen den beiden Landeshauptstädten Mainz und Wiesbaden und machen diese wichtige Verkehrsader im Rhein-Main-Gebiet fit für die Zukunft“, erklärte Staatssekretär Bomba.

Länderübergreifende Zusammenarbeit

"Die Brücke ist eine wichtige Verbindung zwischen den Ländern Hessen und Rheinland-Pfalz, nicht nur für den Fernverkehr“, erläuterte Al-Wazir. „Viele Mainzer arbeiten in Wiesbaden und umgekehrt. Rund 90.000 Fahrzeugen fahren jeden Tag auf dieser Brücke über den Rhein.“ Der Minister lobte die länderübergreifende Zusammenarbeit: „Nach dem Rückbau der alten Brücke werden Hessen und Rheinland-Pfalz auch die zweite Brückenhälfte erfolgreich fertigstellen."

Rückbau der alten Brücke

„Es geht voran“, bestätigte der rheinland-pfälzische Verkehrsminister Dr. Volker Wissing. „Die erste Hälfte der neuen Brücke steht. Das ist eine wichtige Nachricht für die vielen Pendler zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen. Unser Landesbetrieb Mobilität arbeitet mit Hochdruck daran, dass auch der weitere Ausbau der A 643 vorankommt."

 90.000 Fahrzeuge täglich

Die alte Schiersteiner Brücke wurde 1962 als Rheinüberquerung der Bundesstraße B 262 dem Verkehr übergeben. Mit  zunehmendem täglichen Verkehrsaufkommen – von ursprünglich 20.000 auf 90.000 Fahrzeugen – verschlechterte sich der bauliche Zustand der Brücke, so dass die Geschwindigkeit auf 60 km/h herabgesetzt wurde. Als ein Gutachten die Brücke ab 2015 als nicht mehr verkehrssicher einstufte, wurde der sechsspurige Neubau beschlossen.

2015 kurzfristige Sperrung

Aufgrund eines Bauunfalls musste die Brücke 2015 kurzfristig gesperrt werden. „Der überraschende Ausfall dieser überaus wichtigen Verbindung zeigte, wie wertvoll ein leistungsfähiger Schienennahverkehr ist“, erinnerte Al-Wazir. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) verstärkte damals kurzfristig den Zugverkehr zwischen Mainz und Wiesbaden mit zusätzlichen S- und Regionalbahnen. 

Informationen für Verkehrsteilnehmer

Auf der hessischen Seite bleibt die Anschlussstelle Wiesbaden-Äppelallee für beide Fahrtrichtungen erhalten. Auch auf der rheinland-pfälzischen Seite kann an der Anschlussstelle Mainz-Mombach in oder aus Richtung des Autobahndreiecks Mainz auf- und abgefahren werden. Wieder offen ist die bislang gesperrte Abfahrt von Wiesbaden kommend nach Mainz-Mombach/Innenstadt. Für den durchgehenden Verkehr stehen im Bereich der Anschlussstelle Mainz-Mombach wieder zwei Fahrstreifen je Richtung zur Verfügung.

Aus bautechnischen Gründen muss die Auffahrt Mainz-Mombach Richtung Wiesbaden voll gesperrt werden. Die Umleitung erfolgt in Richtung Autobahndreieck Mainz über die Anschlussstelle Mainz-Gonsenheim, über den Kreisel und zurück auf die A 643 in Richtung Wiesbaden. Hier wird der auffahrende Verkehr durch eine neue Regelung flüssig gehalten.

Fuß- und Radwege sind auf der neuen Brückenhälfte barrierefrei zu erreichen. Auf der hessischen Seite führt eine Rampe von der Äppelallee auf die neue Brücke, auf der rheinland-pfälzischen Seite gibt es ebenfalls eine Rampe im Bereich der Anschlussstelle  Mainz-Mombach.

 

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