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© Riese & Müller
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Mittwoch, 04. April 2018

Nah Mobilität: Radhersteller Riese & Müller erhält Innovationskredit

Mit einem Innovationskredit von 3,5 Mio. Euro unterstützt das Land den Fahrradhersteller Riese & Müller aus Weiterstadt bei seinem Wachstum. Das Geld ist für die Entwicklung neuer Produkte und die Optimierung der Herstellungsprozesse bestimmt, wie Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir am Dienstag mitteilte. Der Innovationskredit Hessen kann von Freiberuflern, Gründern und Start-ups sowie von Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern (Small MidCaps) in Anspruch genommen werden.  

Umzug auf ein neues Firmengelände in Mühltal

Riese & Müller profitiert vom Boom der elektrisch unterstützten Fahrräder (Pedelecs). Das inhabergeführte Unternehmen produziert E-Bikes und -Lastenfahrräder. In den vergangenen drei Jahren hat es seinen Umsatz verdoppelt und beschäftigt inzwischen rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für Anfang 2019 plant das Unternehmen den Umzug auf ein neues Firmengelände in Mühltal. Der neue Standort ermöglicht es, die Produktion auf bis zu 80.000 E-Bikes pro Jahr zu steigern.  

„Der Umzug in ein neues Firmengebäude entspricht ganz unserer Vision, einen Arbeitsplatz zu schaffen, der zu unseren innovativen Produkten passt und ein gutes und gesundes Arbeiten in der Natur ermöglicht. Mit der neuen Unternehmenszentrale setzen wir auch ein klares Signal für den Zukunftsstandort Deutschland, den wir als wichtigen Baustein in unserer Internationalisierungsstrategie sehen“, erklärte Heiko Müller, Gründer und Geschäftsführer von Riese & Müller. Die geplanten Investitionen ermöglichten zudem, weitere Arbeitsplätze im Unternehmen zu schaffen. 

Ein ausschlaggebender Faktor für die Qualität eines Standorts

„Innovationsfähigkeit ist ein ausschlaggebender Faktor für die Qualität eines Wirtschaftsstandorts“, sagte Minister Al-Wazir. „Deswegen unterstützen wir unsere Unternehmen dabei, diese Stärke weiterzuentwickeln – gerade, wenn sie ihre Chancen auf aussichtsreichen Zukunftsfeldern wie der nachhaltigen Mobilität suchen.“  

Der Innovationskredit wird über die jeweilige Hausbank des Unternehmens von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) vergeben. Das Land und die EU übernehmen dabei 50 Prozent des Risikos, weitere 20 Prozent trägt die WIBank. Dies ermöglicht günstige Konditionen. Voraussetzung ist, dass das Unternehmen mindestens ein besonderes Innovationskriterium erfüllt. Hierzu zählen etwa eine Innovationsförderung in den letzten drei Jahren oder ein Innovationspreis der EU in den vergangenen zwei Jahren  oder dass es in den vergangenen zwei Jahren ein Patent angemeldet oder erlangt hat.  

Innovative Unternehmen können in Hessen ihre Zukunft planen

„Mit dem Innovationskredit Hessen erhalten innovative und schnell wachsende Unternehmen leichter Kapital für ihre Investitionen. Genau dies zu ermöglichen, ist Aufgabe der WIBank. Wir tragen mit dem Innovationskredit dazu bei, dass in Hessen innovative Unternehmen ihre Zukunft planen können“, sagte Dr. Michael Reckhard, Mitglied der Geschäftsleitung der WIBank.  

Seit Februar lässt sich der Innovationskredit mit dem Förderprogramm PIUS-Invest (PIUS = produktionsintegrierter Umweltschutz) kombinieren. Investitionen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes in gewerblichen Unternehmen im Rahmen von Prozess- und/ oder Organisationsinnovationen können auf diese Weise einen Zuschuss von bis zu 30 Prozent, maximal jedoch mit 500.000 Euro, und für die verbleibenden förderfähigen Ausgaben einen Innovationskredit erhalten. Sie sind dabei von der Anwendung des öffentlichen Vergaberechts befreit. 



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