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Freitag, 24. November 2017

Rekordsummen für Straßen und Schienen

Noch nie ist in Hessen so viel Geld in Busse, Bahnen und Straßen geflossen. Darauf hat Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir am Mittwoch im Hessischen Landtag hingewiesen: „Der in Jahrzehnten aufgestaute Investitionsrückstand wird nun Zug um Zug abgebaut“, sagte der Minister. „Wir investieren gezielt in die Sanierung vor allem der Autobahnbrücken, in den Ausbau der hochbeanspruchten Autobahnkreuze und in die überlasteten Schienenwege. So sichern wir die Mobilität – für alle und auf Dauer.“ 

So viel wird investiert

Wie der Minister erläuterte, sieht der aktuelle Haushaltsentwurf für die Landesstraßen in den beiden kommenden Jahren 177 Mio. Euro (2018) bzw. 188 Mio. Euro (2019) vor. 2013 lag der Etat noch bei 128 Mio. Euro. Der Anteil von Sanierung und Erhaltung steigt im Landesstraßenbau auf 85 Prozent. Auch die Investitionen in Hessens Autobahnen und Bundesstraßen wurden erheblich gesteigert: 2016 lagen sie mit 750 Mio. Euro noch vor dem deutlich größeren Niedersachsen auf dem vierten Platz im Ländervergleich.  

Auf Rekordniveau liegen auch die Ausgaben für den Öffentlichen Nahverkehr. „Mit der laufenden Finanzierungsvereinbarung erhalten die Verbünde von 2017 bis 2021 rund vier Mrd. Euro – über 20 Prozent mehr als im vorhergehenden Zeitraum“, sagte der Minister. „Das ermöglicht neue und mehr Angebote und attraktivere und innovative Tarife. Auch in den Ausbau der Schienenwege ist endlich Bewegung gekommen, viele Projekte, über die in der Vergangenheit immer nur geredet wurde, sind jetzt in Schwung gekommen."

Projekte zum Schienenausbau 

Unter anderem nannte der Minister mehrere Maßnahmen im Schienenknoten Frankfurt, den Ausbau der S 6 von Frankfurt nach Bad Vilbel, den Bau der Nordmainischen S-Bahn, der Regionaltangente West sowie der Fernverkehrsstrecken Hanau-Fulda und Frankfurt-Mannheim: „Bund und Land werden in den nächsten beiden Jahrzehnten rund 12 Mrd. Euro in die völlig überlastete Schieneninfrastruktur Hessens investieren. Das ist die Voraussetzung dafür, dass wir auch die Verkehrsprobleme auf der Straße lösen können.“ 

Hessen bei Staubilanz im Durchschnitt

„Was lange versäumt wurde, lässt sich nicht vom einen auf den anderen Tag beheben“, sagte Al-Wazir. „Und ohne Baustellen geht es auch nicht. Aber obwohl die Verkehrsbelastung hessischer Autobahnen um 25 Prozent über dem Bundesniveau liegt und Hessen zudem die höchste Baustellendichte der Flächenländer hat, rangieren wir in der Staubilanz nur im Durchschnitt – das zeigt, wie effektiv Hessen Mobil die Baustellen und den Verkehr managt.“



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