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Integrative Verkehrsplanung  

Bei dem Ziel, die Bedingungen für Nahmobilität zu verbessern, ist eine integrative Sicht deshalb wichtig, weil

  • Menschen in ihrer Mobilität nicht auf einzelne Fortbewegungsarten oder Verkehrsmittel festgelegt sind, sondern diese ihren Anforderungen entsprechend variabel nutzen;
  • sich die unterschiedlichen Akteure der Nahmobilität teilweise auf denselben Flächen bewegen und hierfür verträgliche Lösungen zu entwickeln sind;
  • Nahmobilität auf kurze Wege und damit auf ausreichende Angebote und Gelegenheiten für Aktivitäten in der Nähe angewiesen ist;
  • die Akzeptanz für nichtmotorisierte Fortbewegung als Kern der Nahmobilität über die Gestaltung der Verkehrswege hinaus auch von der Qualität des öffentlichen Raums abhängt;
  • auch für Wege von und zu Verkehrsmitteln des Stadt-, Regional- und Fernverkehrs die für Nahmobilität geltenden Qualitätsanforderungen zu berücksichtigen sind;
  • die anderen Verkehrsarten die Bedingungen für Nahmobilität maßgeblich mit beeinflussen (z. B. durch Aufteilung des Straßenraums, Geschwindigkeiten, Organisation des ruhenden Verkehrs).

Der Expertenkreis „Integrative Verkehrsplanung“ mit Mitgliedern aus rund dreißig Institutionen und Verbänden hat folgende Strategieempfehlungen erarbeitet, die im Rahmen der AGNH angegangen werden sollen:

  • Pilotprojekte und Aktionen nutzen
  • Förderinstrumente nutzen und weiterentwickeln
  • Nahmobilität in Plänen und Richtlinien verankern
  • Gesetzliche Grundlagen und Regelwerke aktualisieren
  • Nutzungsvielfalt und Nutzungsmischung fördern
  • Spezielle Anforderungen des ländlichen Raums berücksichtigen
  • Stadträume attraktiv für Aufenthalt und Bewegung gestalten
  • Öffentliche Räume barrierefrei gestalten
  • Attraktive und sichere Netze für nichtmotorisierte Verkehrsteilnehmer schaffen
  • Knotenpunkte attraktiv und sicher für alle Verkehrsteilnehmer schaffen
  • Zugang zu den ÖPNV-Stationen optimieren
  • Verknüpfung von ÖPNV, Fuß- und Radverkehr optimieren
  • Kraftfahrzeugdominanz bei der Straßenraumgestaltung reduzieren
  • Möglichkeiten der flexiblen Flächenzuweisung nutzen
  • Flexibilität der Verkehrsmittelwahl fördern
  • Pläne, Programme und Projekte evaluieren
  • Kenntnisse zur Mobilität vermitteln
  • Kooperation von Fachbehörden, Verbänden und Nutzern verbessern 
  • Erfahrungen von Betroffenen einbeziehen und nutzen

Zentraler Erfolgsfaktor für die Integrative Verkehrsplanung im Rahmen der AGNH wird sein, dass die Vertreter der staatlichen und kommunalen Aufgabenträger sowie weitere Verfahrensbeteiligte bei Planungen gut kooperieren und dass ausreichend Mut vorhanden ist, vorhandene Gestaltungsspielräume im Sinne der Nahmobilität zu nutzen.

 

Die ausführliche Fassung finden Sie hier

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